Spazieren, sonnen und spachteln
07.05.16 22:00 2016102016
Beschauliche Ruhe am Deich, ein paar grasende tretminenproduzierende Schafe, asphaltierte Lauf-, Fahr- und Schutzstreifen vor den einzementierten Küstenschutzboliden und eine riesige, nahezu unüberschaubare Menge Schlick. Weit, weit, ganz weit entfernt glitzert etwas - es könnte Wasser sein. Es ist Ebbe. Mich bewegen die Fragen, ob man Norderney jetzt wohl zu Fuß erreichen könnte und welche Wirbelsäulenunverträglichkeiten ein schiefes Laufen produzieren könnte - ein Bein läuft eine „Etage“ tiefer als das andere. Schräglaufen am Deichfuß. Die erste Antwort scheint eher eriwanischer Art zu sein: „Im Prinzip ja, aber irgendwo trifft man dann auf ein Priel, das nur schwer zu überqueren sein soll. Aha. Und das zweite Problem löse ich per Rückmarsch auf der Deichkrone, einem von Wollspendern schwer verminten Gebiet. Ab und an starten vom örtlichen Flughafen ein paar brummende „Hummeln“ zu den umliegenden Inseln (kaum gestartet schon wieder gelandet) und zu allem strahlt uns die Sonne haut- und herzerwärmend vom Himmel an als wollte sie den gesamten Schwermut aus allen Gemütern saugen. Abends speisen wir in einem 2-Schichten-Restaurant (18 und 20 Uhr). Wir haben die Spätschicht gewählt und fahren gut damit. Das Essen ist magenfüllend lecker, die Bedienung leicht unorganisiert aber die Küche allererster Güte. Gewichtsmaximierend.
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