Seniorenschicksal

Das geht ja gut los. Kaum aufgestanden meldet sich das Telefon. Einer lieben Verwandten aus dem Süden verlangt es nach einem Gedankenaustausch mit meiner fernsprechversierten Mitbewohnerin. Eine knappe Stunde später können wir dann doch frühstücken. Ein kurzer Trip in die Stadt zwecks persönlicher Abholung eines Weihnachtspräsentes schließt sich an. Ich verziere danach die am Sonntag produzierten Weihnachtsgrüße und bin kaum fertig da müssen wir uns bereits auf den Weg zu einer Beerdigung begeben. Wieder zurück laminiere ich besagte Weihnachtsgrüße während in der Küche den Kartoffeln unseres Mittagsmahles eine Verkühlung droht. Anstelle eines wohlverdienten Mittagsschlafes erledige ich ohne Murren notwendige Bankgeschäfte. Kaum ausgeloggt sind wir schon auf dem Weg um einen jungen Baum auszuwählen, dem wir nach seiner viel zu frühen Wurzeltrennung noch ein paar schöne geschmückte Tage bereiten wollen. Dieses Vorhaben schließen wir erfolgreich ab, lagern das erworbene Exemplar auf der Terrasse zwischen, jagen erneut in die City um Getränke für anstehende Feierlichkeiten käuflich zu erwerben. Das gelingt ausgesprochen gut. Jetzt ist nur noch eine Besprechung in der Stadtmission zu überstehen und endlich, endlich, ist „Feierabend“. Puh. Welch ein Tag!
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