Serienreife Vision
02.04.17 23:24 2017112017
Morgens lesen wir in unserer Studierstube das erste Kapitel des Hesekielbuches und staunen über die Vision seiner Gottesbegegnung. Die ist echt abgefahren. Aber wie soll man mit menschlichen Worten etwas aus der göttlichen Dimension beschreiben? Ich vermute einfach mal, dass der Prophet etwas Unbeschreibliches gesehen aber nicht verstanden hat - wie es wohl jedem Menschen gehen würde, wenn er etwas von Gott sehen könnte - und dann hat er versucht das Unbeschreibbare zu beschreiben. Nachzulesen gleich nach dem Aufschlagen des Buches. Abends geht es mit Visionen weiter. Unsere beiden Prediger entwerfen eine Vorstellung einer idealen Gemeinde. Hört sich gut an, wird aber 1:1 nicht funktionieren - wenigstens nicht mit uns. Ob so ein Modell mit Menschen überhaupt realisierbar ist, bezweifle ich stark. Wir sind einfach zu egoistisch, zu verbohrt und zu dickköpfig. Die Spannung steigt, ob unsere zwei hauptamtlichen Matadoren aus ihrer feinsinnigen Studie uns einen Weg zu einem robusten Serienmodell aufzeigen. Wäre gut.
blog comments powered by Disqus