Des Pfefferkorns tiefer Sinn
17.08.15 22:00 2015102015
Die mit mir rechtmäßig verbandelte Lebenslanggefährtin feiert ihr Wiegenfest. Jetzt sind wir wieder eines Alters. Ist ja auch was. Im Bingo Bingo speisen wir äußerst gediegen mit der Verwandtschaft. Erst kommt mir das Rinderfilet etwas mild gewürzt vor, aber ich bin (immer noch) lernfähig: wenn man beim Kauwerkzeugeinsatz mit dem Fleisch gleichzeitig ein Pfefferkorn zerkleinert vermischt sich beides zu einem höchst delikaten Geschmackseindruck. Am Nachmittag retiriere ich ein wenig und gewähre dadurch zwei weiblichen Wesen größte Kommunikationsfreiheit. Nett von mir. Abends kommt ein Freund zum Gratulieren und wir erfreuen uns so ganz nebenbei an zerquetschen, gegorenen, lang gelagerten Trauben roter Art. Draußen dagegen lassen die Wolken in breiter Front ihre überschüssige Feuchtigkeit auf die ausgetrocknete Erde platschen. Toll oder doof? Eine Frage des Standpunkts.
blog comments powered by Disqus