Individualverkehrsreduzierung

Die Bahn hat’s drauf. Echt stark. Diesmal fahren nicht wir mit ihr, sondern Kinder von Freunden. Ich will diese nur abholen. Zuerst bringe ich meine allseits interessierte Hausgefährtin zum Smalltalk mit einer Schulfreundin in die Stadt. Dann fahre ich zurück. Auf Abruf will ich zu den Kids eilen und sie dann in unser süßes Dorf transferieren. Anschließend steht noch eine Citytour auf dem Programm zwecks Rückführung meiner Angetrauten. So ist der Plan. Dann kommt die Bahn. Besser gesagt sie kommt nicht. Sie steht irgendwo im Norden. Die Lok sei kaputt, so die Ansage, eine neue unterwegs. Nach schlappen dreißig Minuten geht es weiter. Beim Anfahren fällt jemand um. Notarzt, Krankenwagen, Wartezeit. Bahnfahren schult Geduld. Endlich in Hannover angekommen sehen die jungen Leute nur noch die Rücklichter des Regionalexpresses nach Wolfsburg. Keine halbe Stunde später sind sie dann doch Richtung Volkswagenstadt unterwegs. Endlich, aber pünktlich zum Plauderstündchenende meiner austauschfreudigen Talkerin, läuft „Enno“ im Hauptbahnhof ein. Wir fahren gemeinsam heim und ich habe einen Ausflug in die City gespart. So sorgt die Bahn für uns. Ist doch nett?
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