Herausforderungen

Nein, den Gedanken mit der Allergie kann ich knicken. Wir sind heute neuneinhalb Kilometer gelaufen und mein Rücken schweigt still. Offensichtlich setzt längeres Herumirren einen Prozess in Gang, wobei sich die einzelnen Wirbel neu gruppieren, zurechtrücken gewissermaßen, um für raumgewinnende Aktionen besser gerüstet zu sein. Dieser Prozess geht nicht wie geschmiert sondern vollzieht sich eher wie geknirscht - also adäquat meinem psychischen Zustand bei der mentalen Auseinandersetzung mit derartigen Zumutungen meiner laufaktiven Mitbewohnerin. Ich benötige ein bis drei Kurzanläufe ehe sich mein Muskel-Sehnen-Gelenk-Konglomerat einer weiteren Zielsetzung gewachsen fühlt. Alles läuft prima nur meine Hüften spielen beleidigt mit meinen Nerven herum, die daraufhin intensive Impulse an meine Zentralsteuerung senden. Gerade noch rechtzeitig suchen wir kurz vor unserer Fewo ein Labungsinstitut auf. So kommt schließlich noch mein Magen ins Spiel, der etwas später die beleidigte Leberwurst herauskehrt. Viel Ruhe, ein wenig Schlaf und eine konsequente Horizontale übt einen stark beruhigenden Einfluss auf mein Innerstes aus. Alles wird gut.
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