Schadensbegrenzung?

Ich wache nichtsahnend auf und bemerke erschüttert das weiße kalte Zeug draußen - nein, nicht nur eine flache leicht wegtauende Schicht, tatsächlich richtig fett und nass. Das ist keine nette Geste vom Wetter. Tief schockiert stelle ich erst einmal fest, dass die Nachbarn noch nicht geräumt haben. Gut so. Also frühstücke ich in aller Ruhe, höre anschließend einen ordentlichen Gottesdienst aus Bremen und hülle mich daraufhin zeitnah in eine Vielzahl wärmender Kleidungsstücke. Ganz vorsichtig bugsiere ich den patentierten Schneeräumer am Auto vorbei und widme mich der weiß-feuchten Masse. Meine äußerst liebenswürdige Mitbewohnerin steht mir zur Seite und so sind wir ruckzuck fertig. Warum habe ich bloß hier keine schnuckelige Mansardenwohnung (de jure mit Briefkasten) und lebe de facto in einer Ferienwohnung auf Teneriffa? Das wäre schön. Bleibt aber ein Traum. Schade. Trotz der Sonntagsruhe räumen wir unser Sperrmüllzeug noch an die Straße (wann denn sonst). Das treibt uns zu allem Übel auch noch die letzte kleine Motivation zum Abendgottesdienst aus. Doch das Adventskonzert in der Frauenkirche ist auch nicht schlecht. Dazu flackert unser Kaminfeuer. Apart.
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