Understatement

Wir stehen vor einer monetären Entscheidung. Ein sehr ansprechendes Angebot liegt vor und so wäre die Sache schnell vom Tisch. Eigentlich. Mit einem Mal kommt eine weitere Offerte angeflattert. Ein an sich höherwertigeres Produkt zu einem unverschämt günstigen Preis. Da fällt die Wahl leicht? Weit gefehlt. Letzteres sieht nämlich ungeheuer protzig aus: "Schau mich an, hier bin ich - unübersehbar wertig!" Ersteres ist dagegen ein wenig teurer, hat dafür ein bisschen mehr auf dem Kasten und spielt seine Klasse charmanter aus. Nein, ich will kein Gerede hinter meinem Rücken und wähle lieber das Understatement. Der Gentleman zahlt und schweigt.
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